Chili statt Eckfahne - SV Aue Liebenau startet würzige Offensive gegen Maulwürfe

Auf dem Aue-Platz in Liebenau sorgt derzeit ein Gegner für Unruhe, der weder im Spielplan steht noch jemals ausgewechselt wird. Ein Maulwurf. Zahlreiche Maulwurfshügel haben den Sportplatz des SV Aue Liebenau inzwischen so stark verändert, dass an geordneten Fußball kaum noch zu denken ist. Wer dort aktuell einen sauberen Pass spielen möchte, braucht nicht nur Technik, sondern auch ein wenig Bergsteiger-Erfahrung.
Der Verein sucht deshalb nach Lösungen, um den Tunnelbauer wieder loszuwerden. Klassische Methoden wie intensives Bespielen des Rasens haben bislang nur kurzfristig Wirkung gezeigt. Kaum wird es im Winter etwas ruhiger auf dem Platz, scheint der Maulwurf die Gelegenheit zu nutzen und baut fleißig weiter an seinem persönlichen Erdhügel-Stadion.
Nun greift der SV Aue zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Chili und Knoblauch sollen helfen. Eine würzige Mischung aus beiden Zutaten soll auf dem Platz verteilt werden und mit ihrem intensiven Geruch dafür sorgen, dass der tierische Tunnelbauer freiwillig das Weite sucht. Die Hoffnung ist, dass sich der Maulwurf schon bald nach einer weniger scharf riechenden Wohngegend umsieht.
Ob diese Strategie tatsächlich funktioniert, bleibt allerdings abzuwarten. Maulwürfe gelten als ausgesprochen hartnäckig und zeigen sich von menschlichen Ideen oft nur begrenzt beeindruckt. Es wäre also nicht völlig überraschend, wenn der kleine Buddler auch die Chili-Knoblauch-Offensive einfach ignoriert und weiterarbeitet.
In solchen Fällen lohnt sich vielleicht ein Blick über die Landkreisgrenzen hinaus. Beim SuS Steenfelde in der Gemeinde Westoverledingen im Landkreis Leer hatten Udo und Wilke ebenfalls einmal mit einem besonders aktiven Maulwurf zu kämpfen. Die beiden probierten damals allerlei kreative Methoden aus, von ungewöhnlichen Gerüchen bis hin zu Ideen, über die im Vereinsheim heute noch herzlich gelacht wird.
Sollte der würzige Plan des SV Aue also nicht den gewünschten Erfolg bringen, könnte ein kurzer Anruf beim SuS Steenfelde vielleicht nicht schaden. Udo und Wilke haben schließlich schon Erfahrung mit besonders aktiven Maulwürfen gesammelt und vielleicht haben sie noch die eine oder andere kreative Idee gegen unterirdische Tunnelbauer auf Lager.
